Mein Heimathafen? Hamburg (ohne Kapitänspatent). Vor Anker gegangen in einer hübschen Kajüte in Markkleeberg. Ich mag das hier. Trotzdem war ich lange unsicher ob es möglich ist, im fortgeschrittenen Alter in einer anderen Stadt heimisch zu werden. Immerhin: Nach fast 7 Jahren in Sachsen könnte ich mir das langsam vorstellen.
Der Osten ist schön
Ich kann das deshalb sagen, weil ich sehr viel gesehen habe. Zumeist im Job, aber auch privat. Dinge, die ich nicht mehr missen möchte. Kleine hübsche Städte. Richtig schöne Landschaften. Und ich weiß, dass da noch mehr ist. Der Plan? Alles besuchen. Fotografieren. Hier zeigen.
Was meine Markkleeberg-Texte betrifft …
Vermutlich hätten Sie sich mehr Geschichtsschreibung gewünscht. Wie Markkleeberg zu Markkleeberg wurde. Wo alles angefangen hat. Verstehe ich. Kann ich als zugezogener Hamburger nicht bieten. Viele von Ihnen kennen die Historie ihrer Stadt ohnehin. Weil sie hier aufgewachsen sind.
Beinahe ein Buch
Aus meinen Bildern und Texten sollte ursprünglich ein gedrucktes Buch werden. Dafür bin ich rund 7 Jahre immer wieder auf Motivsuche gegangen. Zumeist früh am Morgen. Die hohen Druckkosten haben das vereitelt. Überaus schade.
Falls hier ein wohlhabender Bürger mitliest, der das Projekt möglich machen möchte und dem eine Ausgabe von 16.000 Euro nicht weh tut – nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf.
agra-PARK
Das Markkleeberger Schmuckstück. Die grüne Oase in der grünen Kreisstadt. Über den Park führt die B2. Schöner wäre, wenn man das per Tunnel gelöst hätte. Dann wäre der Park nicht so zerschnitten. Seltsam zudem, dass der agra-PARK verwaltungstechnisch geteilt wurde. Die Seite mit dem weißen Haus gehört zu Markkleeberg. Die mit dem Parkschloss zu Leipzig.
Die B2-Brücke war für mich von Anfang an ein schwieriges Fotomotiv. Mal schauen, wie lange noch. Der Zustand der Überführung soll ziemlich schlecht nicht sonderlich prickelnd sein. Das Tempolimit auf der Brücke und die nachträglich platzierten Stützpfeiler scheinen das zu bestätigen …
Fotografisch habe ich hier viele Dinge ausprobiert. Einzelne Säulen freigestellt. In Schwarzweiß gearbeitet. Mit Überbelichtungen. Hat mir alles nicht gefallen. Am Ende hat es tatsächlich rund 5 Jahre gedauert, bis ich eine Idee hatte, wie ich ein (für mich) akzeptables Ergebnis bekomme. Da boten sich sogar mehrere Varianten …



Meine Parkbilder zeigen sonnige und neblige Szenen. Beides trifft man hier immer wieder an. Die schönsten Momente ergeben sich für mich in der Kombination aus dichtem Nebel, dem blühenden Frühling oder dem „goldenen“ Herbst. Meine bevorzugten Fotografie-Monate beginnen deshalb im Oktober und gehen bis maximal Mitte Mai.



















































An der Stadtmühle
Hier ist nicht mehr viel von Markkleeberg zu spüren. Links und rechts von mir? Grüne Weiden. Große Huftiere. Ich bin im Dorf. Nicht in der Stadt.




Dölitzer Straße
In meiner (höchst willkürlichen) Zählung ist das die erste Einflugschneise nach Markkleeberg. In diesem Fall per 30er-Zone.
Nach den erlaubten 80 Km/h auf der B2 ist hier etwas Konzentration und Zurückhaltung erforderlich. Dafür sieht man dann auch mehr von den schönen Gebäuden links und rechts.

Equipagenweg
Mit meinen Equipagenweg-Bildern war ich lange nicht zufrieden.
- Das Licht passte mir nicht.
- Die Jahreszeit passte mir nicht.
- Die parkenden Autos passten mir nicht.
Am 30.11.2024 hatte ich mehr Glück. Es war kurz vor 9. Das Licht zeigte eine beinahe winterliche Anmutung. Zusätzlich gab es schöne Kontraste. Diese Aufnahmen habe ich hier für die Nr. 3 meiner Liste verwendet.
Für mich gliedert sich der Equipagenweg in die folgenden Bereiche.
Nr. 1 beginnt mit dem Auwald im Rücken. Rechter Hand und in Richtung Unterführung haben sich vorwiegend Kleinbetriebe angesiedelt.




Nr. 2 repräsentiert die Unterführung. Die ist über die Zeit recht bunt geraten.










Nr. 3 zeigt die bekannten Einzelhäuser. Deren Architektur würde ich als aufgeräumt bezeichnen. Keine Rundung zu viel. Klar. Geordnet. Strukturiert. Bisweilen etwas kantig.








Eulenberg
Berge im Leipziger Land? Ho. Ho. Ho. Nicht wirklich. Sie kennen das. All die Begriffe dafür. Namen. Schall. Rauch. In Markkleeberg habe ich noch keine nennenswerte Erhebung gesehen.
Angeblich ist es unter dieser Anschrift besonders ruhig. Damit könnte das die Lage meiner Wohnträume sein – wäre da nicht das (fehlende) Kleingeld. Das kann ich mir in meinem fortgeschrittenen Alter nur noch über (von der höchsten zur niedrigsten Wahrscheinlichkeit) einen …
- Lottogewinn
- Schatzfund
- Schenkung
- Bestseller
… erhoffen. Lotto spiele ich seit über 40 Jahren. Jede Woche. Immer dieselben Zahlen. Und je länger das geht, desto besser die Chancen weniger darf ich nachlassen! Meine Zahlen kommen noch! Sind bald dran! Werden demnächst gezogen! Es wäre nur schön, wenn das vor der Zeit geschehen würde, ab der ich nur noch per Rollator aus dem Haus komme. Ich möchte ja auch noch was vom Grundstück haben. Da könnten dann auch unsere Katzen draußen spielen!
Am 24.5.2025 habe ich übrigens (im Wortsinn) erfahren, wie sich das mit dem Rollator anfühlt! Eine ältere Dame hatte ihr Gefährt an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Rathausstraße losgelassen und sich in Richtung Schwimmbad zur Seite gedreht. Offenbar suchte sie irgendwas. Sie bemerkte nicht, dass ihre Gehhilfe – auf der Straße – Fahrt aufnahm und mit zunehmendem Tempo in Richtung Eisenbahnüberführung rollte.
Ich hab’ die Chance ergriffen und das Teil eingefangen. Den Weg zurück zur Frau nutzte ich für eine ausgiebige Probefahrt. Nun weiß ich ganz genau, wie sich das mit dem Rollator anfühlen wird. Keine Überraschung mehr. Ich bin vorbereitet!















Festanger
In welcher Form ich Kleinmesse-Festlichkeiten mag? Gar nicht. Wenn keiner da ist. Ruhe herrscht. Nichts angefangen hat. Morgens. Genau so fand ich den Festanger vor.
- Zufällig. Weil ich die Wiese nicht geplant hatte.
- Begeistert. Angesichts der Einsamkeit.
- Hingerissen. Wegen der Motive.
Einige der Wagen und Anhänger hätte ich gern anders gestellt. Dichter dran. Weiter weg. Andere Winkel. Am Ende ging’s dann trotzdem. Weil ich mich zumeist entsprechend positionieren konnte.
Meine Bilder sind am 25.4.2023 entstanden. Einige Szenen möchte ich Ihnen zeigen. Rumtata und Helau! Oder so.






Ach ja! Festanger … Wir wissen alle, was ein Fest ist. Aber Anger? Kannte ich als Hamburger noch nicht. Ist schlicht ’ne Wiese. Mithin die Festwiese.
Friedrich-Ebert-Straße
Die Friedrich-Ebert-Straße verbindet die Rathausstraße in nahezu gerade Linie mit der Breitscheidstraße.



Gewässer
… ist der zweite Vorname Markkleebergs. Neuseenlandschaft und so. Cospudener See. Markkleeberger See. Waldsee Lauer / Wolfsee. In allen wird gebadet.
Dann ist da noch die Pleiße – und all die kleinen bekannten und geheimen Teiche in der neuen Harth. Obendrauf Kanäle, die man mittels Paddelboot erkunden kann.
Cospudener See / Ostufer
Markkleeberg und Leipzig teilen sich den Cospudener See. Das Ost- und das Südufer gehören zu Markkleeberg. Das Nordufer gehört zu Leipzig. Das bietet den längsten Sandstrand. Hier sehen Sie ausschließlich die Bereiche, die zu Markkleeberg gehören.
Auch hier fahre ich (früh morgens) gern mit dem Rad. Zumeist habe ich dann alles für mich allein. Meine Stimmung ist ab und an so gut, dass ich mich spontan für die Strecke über Zwenkau am See entscheide (insgesamt rund 30 Kilometer). Spätestens dort trübt sich meine Stimmung erheblich ein. Weil es dann anstrengend wird. Noch weit ist. Ich keine Lust mehr habe. Ich frage mich dann immer, warum ich vor der Bistumshöhe rechts abgebogen bin …































Cospudener See / Südufer
Hier geht es ruhig zu. Kein Sandstrand. Weniger Menschen. Wenn ich hier fotografiere, dann früh morgens im Winter. Der beste Zeitpunkt? Wenn die Sonne über der neuen Harth aufsteigt.




















Markkleeberger See
Der Markkleeberger See ist kleiner als sein Cospudener Nachbar. Dafür gibt es eine Insel und Dampfer 2 Schiffe für Rundfahrten.
Einmal um den See wandern? Macht Spaß. Ist aber erheblich weiter, als mancher vielleicht denkt. Das liegt auch daran, dass man nicht immer direkt am Ufer entlang laufen kann.













Pleiße
Landschaftlich gibt die Pleiße nicht sonderlich viel her. Eine Gerade ist eine Gerade ist eine …
Begradigte Flüsse sind leider langweilig. Denaturiert. Fixiert. Fast jede Kurve annulliert. Immerhin ist es ein Gewässer. Man hört den kleinen Wasserfall am Wehr rauschen. Wenigsten ein akustisches Idyll! Rauschendes Wasser! Augen zu und träumen.
Fotografisch ergeben sich hier immer wieder interessante Szenen. Vor allem die mit Nebel. Oder Morgenlicht. Dämmerung. Frühling. Sommer …




























Waldsee Lauer / Wolfsee
Dies ist einer der vielen Seen, denen man in ehemaligen Tagebaugebieten immer wieder begegnet. Diese Version präsentiert sich in einer Form, die recht natürlich rüberkommt. Wenn überhaupt, erkennt man den künstlichen Ursprung lediglich an der sehr geraden Westseite.
Einmal drumherum wandern fällt hier nicht schwer. So groß ist der See nicht. Lohnt sich aber. Weil es viele schöne Blickwinkel gibt.
Bild 1 und 2 zeigen denselben Standort. Sommer und Winter.











Zöbigker Hafen
Der Zöbigker Hafen liegt zwischen dem Süd- und Ostufer des Cospudener Sees. Hier legen nicht nur Segler und kleine Ausflugsschiffe an und ab – hier kann man auch essen und trinken.


























Gutsstraße
Die Gutsstraße verbindet die Koburger Straße mit der Jacob-Kees-Straße.
Vor vielen Jahren hat sich dieser Teil Markkleebergs wegen des Tagebaus erheblich verwandelt. Im Zuge der Braunkohle-Förderung mussten ganze Ortschaften weichen. Bürgerproteste sorgten dafür, dass der Tagebau nahe dem Schloss Zöbigker gestoppt wurde. Von guter Wohnlage war in jenen Zeiten keine Rede mehr. Wer lebt schon gern neben einer Kraterlandschaft?
Mit der Flutung des Tagebaus und dem daraus entstehenden Cospudener See hat sich das gedreht. Nun wissen wir: Je Wasser, desto Wohnlage. Von hier sind es nur wenige Schritte zum See und zur neuen Harth. Das hat was. Vor allem Lebensqualität.



Hauptstraße
An der Hauptstraße stehen nicht nur große Villen und Herrenhäuser. Es gibt unansehnlich neben schön. Wuchtig neben zierlich. Herausragend neben flach.
Da ich keine Autos auf meinen Bilder haben möchte, musste ich im Bereich der Kreuzung Hauptstraße / Rathausstraße auf eine zuträgliche Witterung warten. Der Fachbegriff dafür? Nebel. Den darf man dann so nennen, wenn die Sichtweite von 200 bis 1.000 Metern reicht. So ähnlich wie bei Wolkenkratzern. Letztere müssen eine Höhe von mindesten 150 Metern erreichen, um zu dieser Kategorie zu gehören.
Der von mir erhoffte starke Nebel (Sichtweite unter 200 Meter) stellte sich am 4.9. und 9.9.2024 ein. Passte dann.







Kees’scher Park
Was es alles gibt! Fotografen, die Städte ohne Menschen aufnehmen – und Parks ohne Blumenbeete. Dieses Kapitel ist einer der Fälle, wo beides zusammenkommt.
Ich habe tatsächlich geguckt, ob es im Kees’schen Park nicht doch ein Blumenbeet gibt. Versteckt. Hinter einem Busch. Eins, das ich auf den ersten Blick übersehen habe. Aber nein. Da war nichts. Nur Blumen auf der Wiese. Ganz ohne Beet.
Gefällt mir. Weil ich kein Freund sortierter Natur bin. Gemusterte Blumenbeete. Gestreifte Blumenbeete. Gestufte. Eckige. Runde …
Wenn ich sowas sehe, schaue ich mich um. Auf der Suche nach dem Schlumpf, der das verbockt hat.


























Koburger Straße
Für mich die 2. Einflugschneise nach Markkleeberg (wenn man aus Leipzig kommt). Hier geht es auf direktem Weg (z. B.) zum Eulenberg oder zum Cossi.



Lauersche Straße
Noch eine Einflugschneise. In diesem Fall zum Cospudener See. Badegäste und so. Hundeführer. Jogger. Radfahrer. Skater. Wanderer.



Markkleeberger Garagen
Sehenswürdigkeiten einer Kreisstadt. Die Garagen. Nicht nur Parkplatz. Viel mehr! Schutz für’s Automobil. Lagerraum für dies und das. Rückzugsraum für konspirative Treffen.
In Markkleeberg an ungezählten Orten und vielen Ausführungen zu haben. Eine Tür. Doppeltür. Einfarbige Tür. Bunte Tür. Garagenwand mit Bild. Schriftzug. Abstrakt. So viel ist in Markkleeberg garagentechnisch sicher: Kreative Kreisstadtbürger kreieren kontinuierlich krass kunterbunte Kunstwerke!





Mönchereistraße
Hier gehe ich häufiger spazieren. Zumeist bin ich dann auf dem Weg zum agra-PARK. Stimmt: Aus der Raschwitzer Straße ginge das noch direkter. Ohne den Schlenker über die Mönchereistraße, die Pleiße und das Wehr. Aber ich mag diese Runde und nehme auch gern mal Umwege.









Neue Harth
Die Neue Harth besuche ich recht häufig. Zum Radfahren. Zum Fotografieren. Zum Runterkommen. Sobald ich schnell genug fahre, verschwindet auch die furchtbare Regelmäßigkeit der Baumbepflanzung.






















Oberer Uferweg
Sie möchten mehr sehen? Womöglich hoch und weit? Dann empfehle ich den Oberen Uferweg. Der bietet, was zumindest ich oft vermisse: Aussicht. Höhe. Weit gucken können. Stimmt: Immer klappt das auf diesem Weg auch nicht. Weil der Blick nach unten zugewachsen ist. Das gilt sogar für den ehemaligen Aussichtspunkt.
Nebenbei stehen hier auch einige Kunstwerke, die diesem Weg eine eigene Note verleihen. Zwei Steinfiguren plus eine regelmäßige Reihe dunkler Stöcker. Wie wir alle wissen, entsteht Kunst im Auge des Betrachters.
Es hat einige Jahre gedauert, aber langsam gewöhne ich mich daran, dass man hier (Markkleeberg und Leipzig) nur selten weiter als bis zur nächsten Kreuzung schauen kann. Inzwischen ist mir auch der Fachbegriff dafür geläufig: Leipziger Tieflandsbucht. Und ja: Ich vermisse Hügel. Mal irgendwas von oben sehen. In die Ferne gucken. Auf Dinge schauen, die weit weg sind.






Pfargasse
Die Pfargasse verbindet die Koburger Straße mit der Lauerschen Straße. Am unteren Ende liegt rechter Hand der Kees’sche Park.

Pleißenstraße
Die Pleißenstraße führt aus der Dölitzer Straße in die Lößniger Straße.

Raschwitzer Straße
Die Raschwitzer Straße mündet auf beiden Seiten in die Hauptstraße.

Rathausstraße
Die gehe ich besonders häufig. Zum Konsum. Zum Bäcker. Zum Cossi. Hoffentlich erzeuge ich mit meinen immer gleichen Schritten nicht zu viel Abrieb auf den alten Gehweg-Platten!
Zumeist komme ich über die Südstraße auf die Rathausstraße. Ist eine schöne Runde. Gründerzeitgebäude und so. Villen und Herrenhäuser. Diesen Weg nimmt man auch gerne ganz ohne Einkaufspläne. Nur so! Frische Luft. Spaziergang. Wohlbefinden.














Sport
Sie treiben gerne Sport? Dann sind Sie jünger als ich. War ich auch mal. Vor gefühlten 100 Jahren. Zu der Zeit habe ich da und dort mitgemacht. Zuverlässig meine Mitgliedsbeiträge entrichtet.
Jahre später setzte bei mir eine unerwartete Metamorphose ein. Es ging vom Sportler zur Karteileiche. War gar nicht so schwer. Einfach stillhalten. Die Abbuchungen des Clubs erinnerten mich monatlich (und mit wohligem Schaudern) daran, dass ich mal fit war. Beweglich. Kräftig. Schnell. Geschichte. Wie die Abbuchungen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich wirklich nicht mehr hingehe. Ich habe dann gekündigt.
In Markkleeberg ist die sportliche Auswahl groß. Bowling. Boxen. Basketball. Schwimmen. Segeln. Skaten. Radfahren. Reiten. Ringen. Gibt’s hier alles. Können Sie hier machen. Sollten Sie probieren. Und vielleicht können wir uns irgendwann die Hand reichen. Sie als neue und ich als Ex-Karteileiche.
Kanupark Markkleeberg
Meine Abneigung gegenüber Menschenmassen war der Grund dafür, dass ich erst im Januar 2024 zum Kanupark Markkleeberg fuhr. Mit dem Auto. Sitzheizung maximal. Heizung Maximal. Mütze und Schal.
Den Kanupark hatte ich dann – bis auf 2 Angestellte – für mich allein. Alles Andere hätte mich auch überrascht. Es war wirklich erbärmlich kalt. Grausam. Kein Scherz. Gefühlt? Minus 50°. Mindestens. Ich war in Sorge, dass meine Kamera aussteigen könnte (ist aber nicht passiert).
Da ich alles für mich allein hatte und nichts in Betrieb war, konnte ich auch im Kanal umherlaufen und fotografieren. Da hatte ich dann Blickwinkel, denen man gewöhnlich nicht begegnet.
Am 12.5.2025 war ich abermals vor Ort. Diesmal mit dem Rad. Die an diesem Tag entstandenen Bilder haben einen großen Teil meiner Winterszenen ersetzt. Weil sich das Licht von seiner besten Seite zeigte. Ich sah schöne Farben und wunderbare Kontraste.
So oder so: Wenn Sie mal wieder zum Kanupark fahren (viel Vergnügen!), kennen Sie auch die wasserfreie Ansicht.


















Skatepark Markkleeberg
In einem Skatepark finden Freizeitaktivitäten statt, während der die anwesenden Kids Kunststücke vollführen, bei denen Erwachsene gewöhnlich aus der Spur kommen. Sich Blessuren zuziehen. Verletzungen erleiden. Ins Krankenhaus müssen.
Sollten Sie in meinem Alter sein, empfehle ich die Zuschauerrolle. Nix Aktivität. Inaktivität! Besser für Ihre Gesundheit.
Von den Motiven fand ich den Skatepark sehr ergiebig. Abschüssige Fahrwege. Beton-Wälle. Kanten. Gegenlicht. Es war alles dabei, was man sich als Fotograf wünscht. Hier zeige ich auch noch den benachbarten Basketball-Platz.





Sportpark Camillo UGI
Mein erstes Bild vom Sportpark entstand am 18.8.2023. Ich hatte warmes, weiches Licht. Im Verlauf wurden die Schatten immer länger. Gut so. Soll so. Idealfall.
Sportplätze habe ich nie zuvor fotografiert. Vielleicht war ich deshalb so fasziniert. Was ich sah, war (fotografisch) durch die Bank neu und spannend. Die blauen Sitzreihen auf der Tribüne. Die kleinen „Sitzungsräume“ an den Bolzplätzen. Laufbahnen. Rasenflächen. Das rote Vereinshaus.
















TSV Markkleeberg
Gesehen hatte ich diesen Sportplatz schon häufiger. Aus mir unbekannten Gründen bin ich immer dran vorbeigefahren. Hab geradeaus geguckt. Andere Ziele angesteuert.
Am 4. Mai 2025 war es ganz ähnlich. Gerade wollte ich die Seenallee in Richtung Markkleeberger See überqueren. Zu meiner eigenen Überraschung bin ich plötzlich umgekehrt. Wie ferngesteuert. Es ging zum Sportplatz. Passte aber. Niemand zugegen. Schönes Licht. Alles für mich allein. Mein erstes Bild hatte ich um 5:15 Uhr im Kasten. Die letzte Szene nahm ich um 5:25 Uhr auf.




















Südstraße
Die gehe ich morgens, mittags, abends. Besonders aufmerksam auf dem Weg zum Job. Weil ich dann höre, ob sich eine S-Bahn nähert. Dann kann ich einschätzen, ob ich renne oder langsamer werde. Haben Sie gerade Fahrplan gesagt? Besitze ich. Auf meinem Telefon. Gucke ich nur nie. Wenn ich los will, will ich los. Dann sitze ich nicht länger zu Hause, damit ich kürzer auf dem Bahnsteig stehe. Die Ausnahmen? Regen oder kalte Tage.
Hier zeige ich Ihnen nicht nur die Südstraße, sondern auch Ansichten vom Kunstwinkel.






Weinteichsenke
Ein Weg am Rande eines Getreidefeldes. Hübsch anzusehen und zu wandern.




Zur Göselmündung
Hier wird es ländlich. Sie sind auf dem richtigen Weg, wenn Sie im Markkleeberger See baden, oder ihn umrunden möchten. Außerdem gibt’s hier reichlich Natur.













Vom Rückblick …
Geboren im Oktober 1960 in Hamburg Blankenese. Die Hansestadt trage ich im Herzen (vor allem wie sie früher war). Weil ich einiges immer noch vermisse. Das betrifft Familie, Freunde – und all die Wege, die ich als kleiner Junge ging. Außerdem fehlt mir der weite Blick, der vom Rissener Elbufer in Richtung Hamburger Hafen geht – oder gen Nordsee. Und ich vermisse noch mehr …
- Den Sturm und die Flaute.
- Segler und Dampfer.
- Ebbe und Flut.
… zur Gegenwart
Zurück nach Hamburg? Nein. Dann lieber noch tiefer in den Osten der Republik. Thüringen oder so. Sachsen-Anhalt. Mal schauen was wird, oder ob alles so bleibt …
Vokabeln
Viele der „ortsansässigen“ Vokabeln verstehe ich längst ohne Nachfrage – und sie haben mich bereichert. Das brav-hochdeutsche „fertig“ wurde von mir längst durch die sächsische Version „färdsch“ ersetzt. Ist knackiger. Endgültiger. Mehr auf dem Punkt.
Sie wollen wissen wie es weitergeht?
Da sind wir schon zu zweit. In den 80ern ließ sich das mit hoher Wahrscheinlichkeit einschätzen. Inzwischen gelingt mir das nicht mehr. Zu viele Unwägbarkeiten.
Hier kommt noch mehr
Der Vorteil einer Online-Veröffentlichung ist, dass man immer wieder neue Beiträge oder neue Bilder einbinden kann. Genau das ist der Plan. Weil ich hier lebe und weiterhin fotografiere.


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