St. Peter-Ording

… war in meiner Hamburg-Zeit ein Ort, den ich immer gern besucht habe. Weil ich mich dort – gefühlt – nach nur 2 Tagen derart erholt habe, dass es mir wie eine Woche Urlaub vorkam. Ich mag es sehr, dem kilometerlangen Strand zu folgen. Egal, in welcher Richtung. Immer ganz in Ruhe.

Im Gegensatz zur Ostsee bietet die Nordsee festen Boden unter den Füßen und einen deutlich höheren Salzgehalt. 3,5 % sind fast so viel wie im Mittelmeer, das auf rund 3,7 % kommt. 

Besonders schön ist hier der Winter. Dann hat man den Strand fast für sich allein und die Lichtstimmungen sind teilweise umwerfend. Ohne winddichte Bekleidung (mit Mütze und Schal!) kann es allerdings ziemlich ungemütlich werden. Man sollte das keinesfalls unterschätzen, denn direkt an der Nordsee steht man so gut wie immer im Wind – und der kann hier recht eisig werden.

Ist man aber ausreichend „eingepackt“ und macht sich auf den Weg, wird man mit klarer Luft, goldgelb gefrorenen Gräsern, einem tiefblauen Himmel und einem nahezu endlosen Blick belohnt. Die Kälte tritt dann in den Hintergrund. An solchen Tagen ist auch der bekannte Westerhever Leuchtturm gut zu erkennen.

Die bekannte Seebrücke bietet einen großartigen Blick über Priele und Salzwiesen. Hier geht man gemütlich zum Strand und genießt die frische Luft – immer das Meer und die markanten Pfahlbauten vor Augen. Ab und an sieht man Strandsegler über den Sand „fliegen“ – oder Wanderer, die nach Bernsteinen suchen. Hier sollte wirklich jeder seine innere Ruhe wiederfinden … 

Der rund 12 Kilometer lange und teilweise 2 Kilometer tiefe Strand bietet auf jeden Fall reichlich Platz auch für lange Wanderungen.

Wer in Böhl ans Wasser geht, hat es nicht auf Badevergnügen
abgesehen, denn die Nordsee bleibt über eine sehr lange Strecke flach. Für Wanderer, die die Einsamkeit suchen, ist dieser Ortsteil nahezu ideal, denn im Vergleich zu Bad und Ording ist hier wenig los.

Böhls Schönheit erschließt sich dem Besucher eher in den Details
z. B. dem über 18 Meter hohen Leuchtturm (dem Wahrzeichen des Orts), Gräsern, die sich im Wind wiegen, oder den Pfaden über die Weiden.

Ording bietet einen sehr schönen Strand zum Baden. Im Unterschied zu den anderen Ortsteilen kann man hier (gegen eine Gebühr) mit dem eigenen Auto auf den Strand fahren. Zum Wasser ist es dann nicht mehr ganz so weit und die Parkplatzfrage ist auch gelöst. Empfangen wird man von einem wirklich riesigen Strand. Hier finden auch richtig viele Badegäste ausreichend Platz zum Sonnen, zum Toben und für umfangreiche Sandburgen-Projekte. Kinder haben hier die besten Chancen, gleichaltrige Spielkameraden zu finden.

Für all jene, die nicht zum Baden kommen und sich Einsamkeit am Strand wünschen, sind die Herbst- und Wintermonate ideal. Dann lassen sich auch lange Strandspaziergänge zurücklegen, ohne wirklichen vielen Menschen zu begegnen.

Kommentare

3 Kommentare zu „St. Peter-Ording“

  1. Fred Diederichsen

    Wunderschöne Fotos, satt sehen unmöglich. Im März mit meinem Mädel und Schwesterherz vor Ort. Für 2 Übernachtungen. Da knips ich wie verrückt, grins.
    Und denke dann an Dich 😃

    1. Ist wirklich schön da. Von uns nur leider zu weit. Sind rund 550 Kilometer. Früher war es ein Tagesausflug.

  2. Fred Diederichsen

    Ja das stimmt, Du hast Dich zu weit entfernt, jetzt „grins“ ich.

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