18 Tage mit der Sony a7 V

Nach dem Kauf der Sony a7 V war ich in Sachen Bildqualität eher „mäßig begeistert“. Zum Glück hat sich diesbezüglich eine substanzielle Veränderung ergeben …

Aktualisiert am 14.7.2026

Das Gehäuse

… ist keine Design-Ikone, wie Kameras von Fujifilm. Nimmt man die Sony a7 V in die Hand, fühlt man aber sofort das professionelle Fotografie-Werkzeug. Das gefällt mir. Im Vergleich zu meiner inzwischen verkauften Fujifilm X-E5 ist die a7 V ein Schlachtschiff. Knöpfe und Rädchen wurden passend dazu gestaltet. Die Kamera lässt sich sehr gut bedienen.

Die Augenmuschel

… sorgt bei mir für Frustrationen. Weil mir die weiche Umrandung früher oder später aus der Fassung rutscht und sich irgendwann nicht mehr zurückbewegen lässt.

Das kann dann passieren, wenn ich die a7 V mal schneller aus der Kameratasche holen muss und die Suchermuschel dabei die Innenwand der Tasche streift. Ich kenne das schon. Weil es erst ein Ärgernis bei meiner a7R III und dann bei meiner a7 IV war. Nun ist es auch ein Ärgernis bei meiner a7 V. Das Problem ist nicht neu. Ich weiß von einigen Usern, die das ebenfalls kennen. Sony? Qualitätskontrolle? Jemand da?

Warum bestehen Augenmuschel und Gummiumrandung nicht aus einem Stück festem Kunststoff? Dann bliebe alles da, wo es hingehört.

Bildqualität

Es hat etwas gedauert, bis ich wusste, wie man mit einer Sony-Kamera nach ETTR belichtet. Seit ich das verstanden habe, liefert die a7 V eine umwerfende Bildqualität. Der neue 33 MP Partially Stacked CMOS Sensor und der ebenfalls neue Bild-Prozessor BIONZ XR2 machen offenbar einen verdammt guten Job. Das zeigt auch ein Vergleich des Dynamikumfangs bei Photons to Photos. Den habe ich hier beispielhaft konfiguriert.

Ich wollte dann wissen, ob meine Frau in einem „Blindtest“ die Sony als Kamera mit besserer Bildqualität auswählt. Dafür habe ich dasselbe Motiv mit meiner Fujifilm X100VI und der Sony a7 V aufgenommen. Beide mit einer 35mm-Brennweite.

Meine Frau hat außergewöhnlich gute Augen und fotografiert ebenfalls mit Fujifilm und Sony. Das qualitativ bessere Bild aus der a7 V hat sie mit einem Blick identifiziert. Für Sie war es das Paket aus Farben und Schärfe.

Konfiguration

Nach langer Zeit ohne Sony-Kamera hatte (und habe) ich leichte Probleme, mich in die Konfiguration und die Bedienung einzufinden. Es gibt so viele Möglichkeiten die a7 V an eigene Bedürfnisse anzupassen (gut so!), dass ich als Sony-Wiedereinsteiger in vielen Fällen auf dem Schlauch stehe. Ich muss / musste mir die fraglichen Themen anlesen, bzw. im Sony-Forum nachfragen.

Farben

Derzeit bin ich mit den Farben aus der a7 V noch nicht ganz zufrieden. Fujifilm macht das (nach meinem Geschmack) deutlich besser. Die a7 V lieferte mir zu Beginn Bilder, die mir zu „warm“ waren. Aus dem Grund habe ich den Weißabgleich etwas angepasst. Die damit entstandenen Bilder gefallen mir deutlich besser. Daran werde ich noch weiter feilen.

Mir geht es übrigens nicht um neutrale, sondern um schöne Farben. Die will ich (soweit möglich) direkt aus der Kamera haben. Vermutlich wird das ein länger dauerndes Projekt.

Gründe

Beim Kauf der Sony a7 V ging es nicht allein um eine bessere Bildqualität. Es gibt weitere Eigenschaften, die für mich ein Kaufgrund waren, die aber nichts mit der Bildqualität zu tun haben.

  • Sony bietet eine Funktion, die den Verschluss beim Wechsel des Objektivs automatisch schließt. Das sollte für deutlich weniger Sensor-Staub sorgen. Gibt es bei Fujifilm nicht. Keine Ahnung, ob sie es nicht können oder nicht wollen. Mir ist dieses Feature sehr wichtig.
  • Sony hat der a7 V ein nach innen klappbares Display mitgegeben. Das gefällt mir natürlich auch. Weil es dann geschützt ist. Groß ist es außerdem.
  • Die Kamera bietet einen sehr ordentlichen Griff. Auch mal nicht schlecht. An den habe ich mich beinahe sofort gewöhnt.
  • Der Sucher ist für manche Fotografen offenbar nur Mittelmaß. Mir gefällt der sehr gut. Mehr brauche ich nicht.

Objektiv gesehen

Inzwischen habe ich alle Objektive beisammen, die ich zum Start mit der Sony a7 V verwenden möchte. Nach Brennweiten sortiert sind das …

Das Sony FE 20mm F1.8 G lag Jahre ungenutzt und vergessen in einer Schublade. Alle Gläser sind klein und leicht. Die Bildqualität ist immer sehr gut. Nur das 14mm fällt im Vergleich ab. Das hat allerdings nur 200 Euro gekostet. Für den Preis ist es überraschend gut. Sollte Viltrox irgendwann eine bessere Version mit 14mm herausbringen, wäre ich interessiert.

Mein bisheriges Fazit?

Seit ich verstanden habe, wie man mit der Sony a7 V korrekt nach ETTR belichtet, bin ich mit der Bildqualität total zufrieden. Die a7 V dürfte in der Beziehung die beste Kamera sein, die ich je besessen habe. Die Bildqualität würde ich als sensationell bezeichnen. Wirklich unglaublich gut.

Ansonsten müssen wir (die Sony a7 V und ich) uns noch besser kennenlernen. Das betrifft vor allem die Bedienung. Ich merke aber, dass es grundsätzlich sehr gut passt. Momentan ist von meiner Seite noch etwas Geduld nötig. Farben und so. Wo im Menü welche Funktion liegt. Wird aber.

Mein (bis zu diesem Beitrag) aktueller Output …

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