Die Untersuchungshaftanstalt in Hamburg – abgekürzt UHA –
befindet sich direkt zwischen den Holstenglacis und dem alten
botanischen Garten. Das Gebäude ist in meinen Augen ein Fremdkörper im Stadtzentrum – allerdings, erst auf den zweiten Blick, denn der vollständige Komplex lässt sich nur aus der Luft überblicken.
In der Hamburger UHA werden jedes Jahr mehrere Tausend
Menschen in Untersuchungshaft, in Zivilhaft (z. B. in
Erzwingungshaft) oder – nach vorläufiger Festnahme durch die
Polizei – in Polizeihaft genommen.
Anders als in anderen Bundesländern werden vorläufig festgenommene Personen in Hamburg bis zur Anhörung durch einen Haftrichter in der Untersuchungshaftanstalt untergebracht. Die Polizei übergibt die Gefangenen damit bereits vor Erlass eines Haftbefehls an den Justizvollzug. Das ist in der Bundesrepublik einmalig.
Die UHA dient auch als Vorführungsabteilung bei Gerichtsverhandlungen. Zu diesem Zweck verfügt die Untersuchungshaftanstalt über unterirdische Verbindungsgänge, die direkt in das benachbarte Strafjustizgebäude führen.
Im Gebäudekomplex befindet sich zudem ein eigenes
Vollzugskrankenhaus (Zentralkrankenhaus). Auch dieses
Gebäude verfügt über unterirdische Verbindungsgänge.
Ich habe die Untersuchungshaftanstalt an einem gewöhnlichen
Wochentag besucht und ein – für mich – in jeder Hinsicht
ungewöhnliches Shooting erlebt. Natürlich hatte ich eine Ahnung
davon, was mich erwarten würde, nur habe ich nicht damit
gerechnet, welches Maß an Beklemmung ich dabei empfinden
würde.
Fotografiert habe ich belegte und leere Zellen, die Kapelle, Besuchsräume, Zimmer, in denen Häftlinge mit Anwälten sprechen, die Küche und andere Räumlichkeiten.



























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