Leipziger Kleinmesse

Kleinmesse? Als Hamburger fragt man sich sofort, welche Produkte auf so einer kleinen Messe wohl vorgestellt werden. EDV? Autos? Camping? Vor dem inneren Auge sah ich Menschen in Anzügen – beim fleißigen Visitenkarten-Tausch …

Nicht ganz. Kleinmesse steht in Leipzig für das, was in Hamburg Dom genannt wird (hier aber für Kirche steht). So ähnlich wie der Leipziger Pfannkuchen, der in Hamburg Berliner heißt. Weil er eben nicht in der Pfanne gebacken wird. Der Hamburger Pfannkuchen kommt aus der Pfanne, wird in Leipzig aber mit Eierkuchen angesprochen. Sind Sie noch da?

Auf der morgendlichen Kleinmesse war ich allein. Alles sauber. Keine Schlangen. Völlige Stille. So mag ich den Dom die Kleinmesse! An diesem Morgen hat mir nur die Orgelmusik der Karusselle gefehlt. Jahrmarkt-Stimmung und so. Zuckerwatte, Liebesapfel, gebrannte Mandeln. 

An diesem Morgen war von all dem nichts zu sehen. Die Sonne ging ja gerade erst auf. Da ich Kleinmessen gewöhnlich mit Abendstunden verbinde, ergab die vorgefundene Kirmes-Landschaft eine für mich befremdliche Mischung aus Einsamkeit, Sauberkeit und Lautlosigkeit. Zum Fotografieren? Einfach perfekt!

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