Voll anachronistisch, ey!

Beim Zahnarzt im Wartezimmer (mein halbjährlicher Kontrolltermin). Da „guckt“ mich ganz schüchtern eine Zeitung an. Papier und so. Ich dachte: Will die was?! Und in einer Anwandlung von Nostalgie und Mitleid hab‘ ich mir „dat Dingens“ mal gegriffen …

Absolut cooles Feeling, so echtes Zeitungspapier in den Händen zu halten! Das hat eine dünne, raue Konsistenz, die eine gewisse Griffigkeit vermittelt.

Da ich eine ausladende Tageszeitung in den Händen hielt, galt es richtig große Seiten umzublättern. Dabei wurde meine Koordination bis zum Anschlag gefordert. Weil ich die Zeitung irgendwann heil und „unzerknidderd“ zurückhängen wollte. Damit auch andere Nostalgiker noch etwas davon haben! 

Entdeckung meinerseits: Auch wenn all diese Nachrichten schon von gestern waren, hat es Spaß gemacht, auf echtem Papier zu lesen. Die „Wertigkeit“ der Nachrichten in der Zeitung ist irgendwie eine andere. Da gilt noch „Schwarz auf Weiß“! Das ist gedruckt und kann nicht schnell wieder von einer Webseite genommen werden. Da kommt ein wirklich schönes Retro-Gefühl auf. Ich muss zugeben, dass mich mein Zeitungserlebnis beeindruckt hat! 

Werde ich’s noch mal tun? 

Gewiss nicht.

Kommentare

2 Antworten zu „Voll anachronistisch, ey!“

  1. Fred Diederichsen

    Moin Jörn, im Bus wenn ich vorne lenke, nicht einer mehr mit einer Zeitung. Die breiten Lesestoffe machten es den Nachbarn im Bus auf der Bank sitzend, das Leben schwer, kein Platz sich zu bewegen. Irgendwie merkwürdig, die kleinen Fahrgäste bekommen nie mehr davon mit, wie es einmal war.

    1. Mir wird gerade klar, dass ich nicht mal mehr weiß, wann ich zuletzt eine Zeitung gekauft habe. 15 Jahre? 20? Zu lange her. Dieses geschichtsträchtige Ereignis hätte ich gern im Kalender hinterlegt. Leider zu spät.

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