Hannelore

Am 26. Januar 2026 bin ich mit einer „Erkältung“ in die 16. Woche gegangen. Das habe ich noch nie erlebt. Inzwischen weiß ich die immer gleichen Hustenanfälle und den seltsamen Geschmack, der dabei auftritt, beinahe schon zu schätzen. Gewohnheiten und so.

Meine Erkältung ist eine Erkältung, die keine Erkältung ist. Die Symptome sind nahezu identisch. Der Unterschied? Ich bin nicht ansteckend.

Um dieser hartnäckigen Sache ein Gesicht zu geben, nenne ich es Hannelore. Hannelore weiß offenbar genau, wann ich müde werde. Das geschieht in der Regel zwischen 21:00 und 22:00 Uhr. In der Zeit verstärkt sich der Husten – und die Nase geht zu. Kannte ich noch nicht. Finde ich aber gut. Planbarkeit. Zuverlässigkeit. Alles Dinge, die ich sehr schätze. Ich mag einen klaren, überschaubaren Tagesrhythmus. Da kann ich mit um. Schon jetzt wissen, was später geschieht.

Klar ist, dass ich mich unterordnen muss. Wenn Hannelore will, dass ich huste, ist Gegenwehr zwecklos. Sie bringt das durch. Will keine zweite Meinung. Duldet keine Wiederrede.

Leider geht die Nase nicht nur abends zu. Das macht die auch zwischen 1 und 3 Uhr morgens. Dann geht auch der Husten wieder los. Zugegeben: das stört dann doch etwas. In der Regel stehe ich dann auf, damit wenigstens meine Frau ihre Nachtruhe bekommt. Bis 5:00 Uhr hätte ich aber gern geschlafen. Wenigstens. Ging halt nicht. Schade aber.

Inzwischen hatte ich auch meinen HNO-Termin. Das Ergebnis? Keine Erkältung. Keine Allergie. Ursache unbekannt. Ich soll zum CT. 

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