Usedom

Laut deutschem Wetterdienst ist die Ostseeinsel Usedom die Region mit den meisten sonnigen Tagen. Als regenverwöhnter Hamburger ist man da sofort interessiert. In der Hoffnung von wenigstens einer der durchschnittlich 1.917 Sonnenstunden persönlich begrüßt zu werden, haben wir einige Nächte auf der Insel gebucht. Bei unserer Ankunft war die erhoffte Sonnenstunde pünktlich zu Stelle – und sie brachte Freunde, Geschwister, Tanten, Onkels und Kollegen mit …

Ich habe mir Usedom zweimal eine Woche (aber mit vielen Jahren Abstand) angesehen. Mir haben vor allem die Seebäder gefallen. Schöne Häuser. Schöne Strände. Schöne Wege.

Heringsdorf

… stand auch auf dem Programm. Hier prallen – für mich – zwei Welten aufeinander. Die ersten Häuserreihen vor dem Strand zeigen teilweise gigantische Villen / Hotels auf weitläufigen Arealen. Ich habe keine Ahnung, wie viele Millionen Euro hier jeweils verbaut wurden, aber ich gehe von hohen zweistelligen Beträgen aus. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten bin ich immer wieder an Zäunen vor „Parks mit Häusern“ stehen geblieben. Ungläubig staunend. Meine erste Frage beim Anblick dieser Häuser? Auf welchen Job muss ich mich bewerben, damit ich mir auch eine solche Immobilie leisten kann?

Bewegt man sich auf der Durchgangsstraße, sieht es völlig anders aus. Der harte Kontrast zwischen Reichtum und „dem Rest“ lässt sich nur schwer übersehen – und er tut dem Ort nicht gut. Für mich war der sichtbare Reichtum so weit „drüber weg“, dass ich mich in Heringsdorf nicht wohl gefühlt habe – dabei bin ich aus Hamburg und Markkleeberg große Villen gewöhnt.

Die Seebrücke in Heringsdorf war lange das neueste Modell ihrer Gattung – sozusagen die Seebrücke 2.0 Die ganze Konstruktion erreicht eine Gesamtlänge von 508 Metern. Das pyramidenförmige Restaurant am Ende verleiht der Brücke einen markanten Auftritt. Inzwischen wurde ein neueres Modell in Koserow in Betrieb genommen. Mein Favorit ist die Seebrücke in Zinnowitz.

Und es gibt noch mehr. Z. B. Ahlbeck und Bansin. Ich habe mir auch noch die ehemalige Hubbrücke in Karnin angesehen. Die hatte zu „Lebzeiten“ nur nichts mit Tourismus zu tun.

Die Fotomotive waren alle schön. Noch schöner war aber, dass meine Frau und ich sehr erholt aus diesem Urlaub zurückgekehrt sind. In Netzelkow konnten wir außergewöhnlich gut Schlafen.

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