Diese Insel haben wir Jahre besucht. Wenn wir Sehnsucht nach Sonne hatten. Die besagte Sonne hat sich zumeist wie gewünscht eingestellt. Für mich hat Teneriffa auch fotografische Anziehungspunkte. Da geht es in erster Linie um die fantastische Vulkanlandschaft.
El Médano
… sah ich über die Jahre nur im Vorbeifahren. Auf dem Weg zu anderen Orten auf Teneriffa. Nun sollte es genug sein. Mehr war nicht nötig.
Auf dem Weg zum Flughafen sind wir dann spontan angehalten und haben uns die Stadt angesehen. Die hat uns dann so gut gefallen, dass wir so bald wie möglich zurückkehren wollten. Am 29. Oktober ging der Flug. Gebucht waren 14 Nächte.
Vom Flughafen ist es ein Katzensprung. Das Appartement? Im dritten Stock. Wohnzimmer, Küche, zwei Schlafzimmer und ein großer Balkon. Von dort blickt man auf das Meer. Geradeaus präsentiert sich der Montaña Roja.
El Médano könnte inzwischen um die 9.500 Einwohner haben. Zusammen mit Touristen und Besuchern aus den umliegenden Orten ergibt sich vor allem an den Wochenenden ein kuscheliges Miteinander.
Wassersportlern und Badefreunden stehen zwei Strände zur Verfügung. Da ist zuerst die Playa del Médano. Bei guten Wetterbedingungen tummeln sich hier jede Menge Kitesurfer. Baden ist dann am Strand vor dem Plaza sicherer.
Am „Av Juan Carlos I“ ist das Baden noch etwas schöner. Hier wird es allerdings dann unkomfortabel, wenn man die Gegebenheiten nicht kennt und bei Flut ins Meer möchte.
Im Idealfall sucht man sich bei Ebbe steinfreie Zugänge. Da kann man dann auch bei Flut ins Wasser.
30. Oktober 2017
Der Wetterbericht für diesen Tag sah vielversprechend aus. Um es vorwegzunehmen: Der Montag war sogar noch besser als versprochen.
An diesem Tag gab es hier das schönste Morgenlicht des ganzen Aufenthalts. Ich konnte kaum 20 Schritte gehen, ohne „ist das schön!“ zu denken. Immer wieder. Hinter jeder Ecke. Bei jedem Schritt. Die Bedingungen waren phänomenal. Ich hatte selten so wundervolles Licht, wie an diesem Tag. Fotografiert habe ich zu der Zeit mit der Fujifilm X100F. Eine Kamera, die mich sehr inspiriert hat.
Nach dem morgendlichen Fotografieren ging es erst über den Markt und dann zum Baden. Das Licht war immer noch gigantisch. Ein fantastisches Blau, das am Horizont Wasser und Himmel miteinander vereinte.
Wegen des langen, sehr flach ins Meer führenden Strandes, stand man die ganze Zeit in großflächiger Gischt, die von der enormen Brandung ans Land gedrückt wurde. Die Wellen waren in den tieferen Bereichen so hoch, dass ich einmal den Halt verlor und umgeworfen wurde. Das alles bei herrlichen Badetemperaturen und strahlendem Sonnenschein.
Stunden später. Nach dem zweiten Bad des Tages verlasse ich den Strand. Bereits genervt. Weil ich in 16 Tagen zurück nach Hamburg muss.
7. November 2017
Vereinzelt gibt es Meldungen, die auf ansteigende, vulkanische Aktivitäten hindeuten. Viele kleine Beben aus einigen Kilometern Tiefe. Betroffen sind offenbar auch La Palma, Gran Canaria, El Hiero und Lanzarote. Alle Inseln teilen sich eine gigantische Magmakammer. Da scheint sich was zu rühren.
Auf Teneriffa bebte die Erde am Fuße des Teide und unter Vilaflor, dem mit rund 1.400 Metern höchstgelegenem Ort der Insel.
Im Idealfall wird es nicht zu einem Ausbruch des Teide kommen. Wenn doch, würde ich gern rechtzeitig informiert werden, damit ich mit meiner Kamera an der richtigen Stelle stehe wir uns zügig vom Acker machen können. Die letzten drei Tage übernachten wir zudem in der Caldera des ursprünglichen Vulkans. Da wären wir dann direkt im Geschehen …
Ich bin nicht übermäßig scharf darauf, in einen pyroklastischen Strom zu geraten. Womöglich mit Bildern in der Kamera (die auf mich zustürzende „glutheiße“ Wolke schön im goldenen Schnitt!), die ich hinterher niemandem mehr präsentieren könnte …
8. November 2017
Am späten Nachmittag bin ich noch mal mit meiner Kamera raus (wie fast jeden Abend in El Médano), um in Jeans und T-Shirt barfuß durch den Ort zu wandern – immer auf der Suche nach Motiven.
12. November 2017
Abreise aus dem gefühlten Paradies. Ich kann es kaum aushalten, dass die Tage am Meer vorbei sind. Das Wort „kaum“ passt hier auch nicht so richtig. Ich kann ich es nicht aushalten. Gar nicht, doch die Uhr tickt. Es ist 9:52 Uhr. Spätestens um 12:00 Uhr geht es zum Flughafen. Verdammt.




























Las Cañadas
Korrekt wird diese Caldere mit Las Cañadas del Teide angesprochen. Die liegt auf einer Höhe von etwa 2 Kilometern und hat einen Umfang rund 17 Kilometern. Ich habe große Teile davon durchwandert, allerdings nie in einem Stück. Vor allem nicht beim ersten Besuch, denn zu der Zeit hatte ich während einer kleinen Klettertour in den Roques de García (inklusive schwerem Stativ und schwerer Kameratasche) überraschende Probleme damit, mich an die Höhe anzupassen. In den folgenden Jahren trat das nicht mehr auf. Allerdings hatte ich auch nie wieder schweres Gepäck dabei.
Obwohl der Pico del Teide allein wegen seiner Höhe von über 3.700 Metern kaum zu übersehen ist, hat mich der höchste Berg Spaniens nie so sehr interessiert, dass ich auf den Gipfel gelangen wollte. Bei meiner fotografischen Motivsuche ging es immer um die Landschaft am Fuße des Vulkans – und die ist überaus beeindruckend. Zu dieser Landschaft gehören auch die Llano de Ucanca, die Minas de San José und die Roques de García. Hier zeige ich diese Landschaften gemischt in einem Stück.








































































Merendero de Chío
Man könnte sagen, dass dies einfach nur ein Platz für ein Picknick ist. Das würde diesem Ort aber nicht gerecht werden, denn hier ist es richtig schön.



Mirador de los Poleos
Hier gilt beinahe dasselbe, wie beim Merendero de Chío. Nur ist das hier kein Platz für ein Picknick, sondern ein Aussichtspunkt, den ich fotografiert habe.

Mirador de Sámara
Den Mirador de Sámara haben wir erstmals am 19. Januar 2017 besucht. Abermals am 14.11.2017. Es ist ein wirklich schöner Wanderweg, der keine hohen Anforderungen stellt. Die Aussicht ist oft kärglich, aber (in meinen Augen) sensationell.
Man schaut durchgängig auf einen Pinienwald und vulkanisch geprägten Boden. Wer eh’ auf Teneriffa ist sollte hier vorbeischauen. Es ist richtig schön und bequem erreichbar, weil direkt vor dem Wanderweg ein Parkplatz zur Verfügung steht. Zufällig habe ich beim ersten Besuch gleich die Geodaten aufgezeichnet: 28°16’0.294″ N 16°43’33.324″ W























Mirador El Retamar
Wieder ein Aussichtspunkt. Ein bekannter dazu. Und ja, der Blick in Richtung Meer ist sensationell. Vor allem zur goldenen Stunde.





Montaña Bocinegro
Hier geht es um einen kleinen Berg, der (kommt man aus El Medano) linker Hand vor dem deutlich höheren Montaña Roja liegt.
Es ist nicht unbedingt spektakulär, aber dennoch schön anzusehen. Ich war mehrfach an diesem Ort, habe allerdings (wie so oft) viele Bilder gelöscht. 3 Szenen sind geblieben.













Playa de la Tejita
Wer gern an schönen Stränden badet findet an der Playa de la Tejita den womöglich besten Strand Teneriffas. Der Sand ist auch hier recht dunkel, aber diese Bucht ist trotzdem sehr schön.
Der Strand hat eine Länge von rund einem Kilometer. Linker Hand liegt der Montaña Roja. Für mich ist es ein herrliches Panorama. Am 21. Januar 2017 hat sich hier eine sehr schöne (und dunkle) Lichtstimmung ergeben. 5 Bilder dazu …




Terreno baldío
Eine aufgelassene Plantage. Ich konnte nicht widerstehen und habe die Szene fotografiert.




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