Usedom

Laut deutschem Wetterdienst ist die Ostseeinsel Usedom die Region mit den meisten sonnigen Tagen. Als regenverwöhnter Hamburger ist man da sofort interessiert. In der Hoffnung von wenigstens einer der durchschnittlich 1.917 Sonnenstunden persönlich begrüßt zu werden, haben wir 4 Nächte in Zinnowitz gebucht. Bei unserer Ankunft war die erhoffte Sonnenstunde pünktlich zu Stelle – und sie brachte Freunde, Geschwister, Tanten, Onkels und Kollegen mit …

Zinnowitz hab ich als sympathischen Ostsee-Ort kennengelernt. Schöne Häuser. Schöner Strand. Schöne Wege. In diesem Fall bin ich sogar ins Meer gesprungen. Baden im Juni? Für mich eher untypisch. Die Wassertemperatur von 19 Grad machte es möglich.

Am nächsten Tag ging es nach Heringsdorf. Hier prallen – gefühlt – zwei Welten aufeinander. Die ersten Häuserreihen vor dem Strand zeigen teilweise gigantische Villen / Hotels auf weitläufigen Arealen. Ich habe keine Ahnung, wie viele Millionen Euro hier jeweils verbaut wurden, aber ich gehe von hohen zweistelligen Beträgen aus.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten bin ich immer wieder an Zäunen vor „Parks mit Häusern“ stehen geblieben. Ungläubig staunend. Auf welchen Job muss ich mich bewerben, damit ich mir auch eine solche Immobilie leisten kann?

Bewegt man sich auf der Durchgangsstraße, sieht es völlig anders aus. Der harte Kontrast zwischen Reichtum und „dem Rest“ lässt sich nur schwer übersehen – und er tut dem Ort nicht gut. Für mich war der sichtbare Reichtum so weit „drüber weg“, dass ich mich in Heringsdorf nicht wohl gefühlt habe – dabei bin ich aus Hamburgs Westen große Villen gewöhnt.

Die Seebrücke in Heringsdorf ist das neueste Modell ihrer Gattung – sozusagen die Seebrücke 2.0 Die ganze Konstruktion erreicht eine Gesamtlänge von 508 Metern. Das pyramidenförmige Restaurant am Ende verleiht der Brücke einen markanten Auftritt.

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